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zurückgeschickt, über Helmstedt. Und eine Woche später waren sie wieder hier, mit einem Brief ihrer Eltern, dass sie hierbleiben dürfen. Die sind dann noch einmal abgehauen, über den gleichen Weg. Aber wo weiß ich nicht. Aber hier ganz in der Nähe. Das war 74 oder 75. Nachts um 4 Uhr war das. Mein Mann wollte gerade zur Arbeit. Und dann kam der Zoll und hat sie abgeholt. |
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Viel früher waren auch mal Fluchten. Da war mal ein Grenzsoldat abgehauen. Das war Anfang der 60er Jahre. In voller Montur, im Nebel ist er hier rüber über die Aue. Hier bei uns war alles offen, früher hat man hier nicht abgeschlossen. Meine Eltern waren am schlafen, auf einmal stand er vorm Bett, in voller Montur. Und da hat er auch gefragt, ob er im Westen sei. Und der hatte sein Motorrad dagelassen, und wollte er dann wieder zurück um das zu holen. Den mussten wir richtig zurückhalten, damit er es nicht holt. Der hat im Nebel unter dem Holzturm gesessen, obwohl da oben zwei drauf waren. Und dann hat er solange gewartet, bis die weggingen. Da war wirklich ganz dichter Nebel in der Nacht. Und dann ist er über die Brücke dahinten, über diese Eisenbahnbrücke, da ist er dann abgehauen. Der hat sich dann auch noch mal gemeldet, dass es ihm gut gehe, der ist weiter in den Westen irgendwohin. In den 70er Jahren hat er sich dann gemeldet. Sonst haben wir keine Rückmeldungen bekommen, von denen die hier abgehauen sind. Der unter dem Holzturm saß, der hat sich dann auch noch bedankt, das wir ihn zurückgehalten haben, als er sein Motorrad holen wollte. Nun, die waren dann aber auch immer ganz aufgeregt wenn sie hier ankamen. Wenn man sich heute überlegt, dass die das überhaupt gewagt haben. Es gab ja etwas weiter oben auch eine Kanalröhre, da sind auch welche durchgekommen. |
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Vielen Dank an Frau Huhn für das Gespräch. |
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Reiner B., Wernigerode |
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Zur Grenzöffnung der B 79 (Mattierzoll - Hessen) am 12. November 1989 um 08:00 Uhr: Gegen Mittag überfuhr ich erstmals die Grenze bei Mattierzoll mit meinem Sohn (8) und meinen Trabant 601, um nach meiner Mutter in Braunschweig zu fahren, was mir die DDR bis dahin immer versagte. Es war eine unglaubliche Stimmung. Nach überfahren der Grenze wurde ich von einem Herrn gestoppt, welcher mich spontan zum Essen einladen wollte, was ich aber aufgrund meines Reisezieles leider absagen musste. Nach meinem Besuch in Braunschweig bei meiner Mutter nahm ich dann Abends den Rückweg über den inzwischen geöffneten Grenzübergang Eckertal, welcher für mich als Wernigeröder günstiger lag. Vorher habe ich am 10. November in Stapelburg am Schutzstreifenzaun Durchlass begehrt, welcher mir aber trotz am Tag vorher ausgestellten Visums beim VPKA Wernigerode, wofür ich 6 Stunden anstand, nicht gewährt wurde. Bin dann erst mal zum Dienst, welcher bis am 12. November um 11 Uhr ging. Anschließend habe ich im Radio gehört, das Mattierzoll geöffnet ist. Dann gleich dort rüber. Ein Vorteil war mein bereits vorhandenes Visum, welches mich zur Vorbeifahrt an einer ca. 10 km langen Autoschlange ohne Visum, sofort zum Grenzübertritt vorließ. |
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